
Hypnose istbegrifflich von
dem griechischen Wort hypnos, was „Schlaf“ heißt abgeleitet,
obwohl man bei der Hypnose eigentlich nicht schläft, sondern
sich in einem Trancezustand befindet, der durch tiefe Entspannung gekennzeichnet
ist und dem Gefühl, sehr nah bei sich selbst zu sein.
Man geht davon aus, dass Hypnose bei
kultischen oder rituellen Handlungen bereits in der Frühzeit des Menschen
angewendet wurde. Die Hypnose wurde wissenschaftlich von Franz Anton Mesmer
um 1770 wiederentdeckt und im 19.Jahrhundert führend in Frankreich
erforscht und im 20.Jahrhundert im deutsch sprechenden Raum durch den Oskar
Vogt-Schüler -der auch das autogene Training entwickelte - Johannes Heinrich
Schultz(1884-1970). Bedeutende Weiterentwicklungen der sogenannten „indirekten
und autoritären Hypnose“ fanden im amerikanisch sprechenden Raum
statt. Hypnotherapie, die modernste Form der Hypnose wurde von „Milton
H. Erickson“ fundiert. Auf dieser Grundlage entwickelte sich z.B. das
NLP (Neurolinguistisches Programmieren).
Heute wird Hypnose oder therapeutische Hypnosetherapie vielseitig mit
großem, nachweislichem Erfolg sowohl in der Medizin, als
auch in der Psychotherapie eingesetzt.
Hypnose in den unterschiedlichen Methoden können u.a. wirksam
eingesetzt werden bei chronischen Schmerzen, Stressabbau, Depressionen,
Suchtkrankheiten, bei mangelndem Selbstwertgefühl, Schlafstörungen
und auch unterstützend in der Chirurgie.
Die sogenannte „aufdeckende Hypnosetherapie“ kann z.B. sowohl
seelische Blockaden als auch Ängste, sowie die Grundmotive,
die zu bestimmtem Handeln eines Patienten führen, durch die
direkte Befragung des Unterbewussten aufdecken. Diese Form von Hypnosetherapie
versucht die Ursachen von körperlichen, seelischen oder geistigen
Störungen/Krankheiten zu erkennen und geht davon aus, dass dem Unterbewusstsein
sowohl die Ursachen, als auch Lösungsvorschläge bekannt sind.
Unser Unterbewusstsein arbeitet ähnlich zuverlässig und sicher,
wie ein Roboter. Es hat alle unsere Erlebnisse, Verletzungen oder
was wir je gelernt haben gespeichert und setzt unsere gespeicherten Informationen
mit den neuen Erlebnissen/Erkenntnissen in Verbindung und täglich
in die Tat um, z.B. wenn wir denken, bzw. uns früh eingeredet wurde,
dass wir wertlos sind, dann merkt sich unser Unterbewusstsein diese Worte
und sie werden uns bei allen Handlungen bestätigt.
Mit Hypnose kann dieser Teufelskreislauf durchbrochen werden und unser
Unterbewusstsein kann neu programmiert werden.
Besonders wesentlich ist im therapeutischen Prozess, frühere Erlebnisse
von Machtlosigkeit zu erkennen, und sich im Verlauf der geführten
Hypnose, Gefühle von Eigenmacht und Selbstbestimmung wieder zurück
zu erobern.
In der Trance können wir alte Erlebnisse, Einstellungen und Erfahrungen,
die uns in ständiger verschleißender Dauerspannung halten,
neu bewerten und sie im aktuellen Lebenskontext besser und differenzierter
integrieren. So beruhigen und entspannen sich Körper und Seele und
die dem Körper innewohnenden Heilkräfte können sich wieder
voll entfalten.
